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    Border Collies

     

 

    Flo - Flying Wisp vom Greifental

Flo - Flying Wisp vom Greifental

war mein erster Border Collie. Ihn erwarb ich von Züchter Kai Haus im Oktober 2000. Ich bezeichne ihn Heute noch gerne als

"Einstiegsdroge" bezüglich meines Lebens mit dieser

faszinierenden Hunderasse. Durch seinen feinen Instinkt gab er

mir, als Anfänger in dieser Materie, immer wieder die

notwendigen Hilfen. Ich werde nie den Tag vergessen, als ein

nicht angeleinter, unerzogener Labrador unsere überaus

scheuen Skudden über unseren Hausberg trieb und ich schon

schlimmste Befürchtungen hegte.

       Im ganzen Trubel und einer verbalen Auseinandersetzung mit dem ignoranten Hundeführer war mir entgangen,

       dass Flo ebenfalls verschwunden war. Mit ungläubigem Erstaunen stellte ich dann fest, dass Flo nach geraumer

       Zeit mit der versammelten Herde zurückkam! Das war unser Flo - ich konnte es kaum fassen. Leider ist er dann

       im Oktober 2002 plötzlich und unerwartet an einer Lebervergiftung verstorben. Ich werde ihn nie vergessen.

 

    Jesse    

Jesse

Nachdem ich im Oktober 2002 urplötzlich ohne Helfer da stand sollte möglichst schnell Ersatz herbei. Beim Studium des Rundi's 5-2002 der ABCD kam mir der Bericht über "Border Collies in

Not" ins Auge und als ich bei einem Hund in der Kategorie

"arbeitende Hunde/ in Ausbildung" auf einen 6 Monate alten

Rüden stieß und dieser auch noch bei Edda Coordes in Pflege

war, rief ich einfach mal bei ihr an.

      Nach zahlreichen Telefonaten fuhr ich an die Nordsee und holte Jesse, der damals noch Sam hieß, ab. Gewiss

      wird es manchen Leuten sauer aufstoßen, wenn ich persönlich Hunde aus "so genannten Schwarzzuchten"

      ablehne und Jesse entstammte ja so einer "Hinterhofzucht", aber ich denke halt, dass man das Züchten den

      versierten Züchtern überlassen sollte, gerade auch bezüglich der damit einhergehenden gesundheitsfördernden

      Begleitunter-suchungen und um dem Ziel der AG Rechnung zu tragen, Erhaltung und Förderung der besonderen

      Hüteeigenschaften des Border Collies sicherzustellen.Ich möchte hier auch eine Lanze brechen für die besondern

      Verdienste der AG-Mitglieder, die das Team Border Collie in Not selbstlos stellt. Denn die armen Seelen, die

      oftmals unsinnigerweise angeschafft wurden, ohne den natürlichen Instinkten im späteren Leben Rechnung zu

      tragen, können ja nun wirklich nichts für ihre Herkunft. Und mit der Aufnahme eines Hundes aus der Not-

      vermittlung unterstützt man ja glücklicherweise keinen der so genannten, oftmals profitgierigen Massen-

      vermehrer. Man kann allerdings sein eigenes Leben mit so einem Hund um ein vielfaches bereichern, denn wenn

      ich an die unvergesslichen Stunden und Erlebnisse mit meinem Jesse denke, so empfinde ich eine immer

      wiederkehrende Bestätigung für seine Aufnahme. Natürlich war die erste Zeit mit Jesse nicht ganz so leicht wie

      mit einem selbsterzogenem Welpen. Durch mangelnde Sozialisierung bis in die Juvenile Phase hinein waren

      doch Probleme bezüglich des Rangverhaltens mit anderen Hunden und fremden Alltagssituationen aufgetreten.

      Auch der Besuch einer örtlichen Hundeschule brachte hier keine wesentlichen Verbesserungen. Also wieder ans

      Telefon geschwungen und Edda konsultiert. Eine Woche im August wurde vereinbart und so fuhren wir an die

      Nordsee. Ich habe in meinem ganzen Leben noch nicht eine so rasante Verbesserung von Verhaltensproblemen

      bei einem Hund erlebt, wie in diesem Zeitraum, was wohl durch mehrere Faktoren erklärt werden kann:

      Zum einen das tägliche Trainingsprogramm mit Edda an den Schafen morgens und abends, zum anderen den

      regelmäßigen Kontakt zu ihren Hunden.

      Zudem bekamen wir von Claus Börner, der am vorletzten Tag vor Ort war, eineaußerordentlich lehrreiche

      Trainingsstunde, die anschließend noch ausführlich an Edda's Kaffeetafel theoretisch überarbeitet wurde.

      Als Resultat habe ich Heute einen Hund, auf den ich mich in allen Situationen, sei es bei den Schafen oder den

      Rindern im täglichen Arbeitsbetrieb, bei Vorführungen oder bei den Trials, die von der ABCD organisiert werden,

      absolut verlassen kann.    

 

 

 

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      Dice         

Seit Januar 2009 wird unser Team durch Dice ergänzt. Diese ausgesprochen hübsche Hündin stammt aus der Zucht von

Dr. Viola Hebeler. Mutter ist Ace, die Sheepsense, natürliches

Pacing sowie ein in hohes Maß an Kooperativität in sich vereint

und für mich persönlich zu den „ganz Großen“ der Border Szene

gehört; der Vater ist Dean, der wiederum vom großartigen Don

abstammt. Dice hat sich prima auf unserem Hof eingelebt. Sie

ergänzt das Rudel in vorbildlicher Manier.

       Es ist geradezu eine Freude, mit diesem Hund Trainingseinheiten an den Schafen zu absolvieren.

       ImSommer 2010 hat Dice in Ettlingen ihr erstes Trial bestritten. Nachdem sie amersten Tag leider nur schwer

       von den Vorgängerschafen abzulenken war unddadurch am Ende des ersten Tages auf dem vorletzten Platz lag,

       konnte sie am Sonntag mit einem absoluten „Sahnelauf“ den zweiten Rang des Tages holen. BeiOutrun Lift und

       Fetch sowie bei Trichter und Pferch holte sie die vollePunktzahl :-). Beiihrem zweiten Trial in Blankenheim lief es

       dann an beiden Tagen sehr gut, sodass sie sich verdient den zweiten Platz sichern konnte. Beim Spessart Trial

       2010 in Hösbach Winzenhohl belegte Dice bereits bei ihrem dritten Wettkampf überlegen den ersten Platz.

 

 

 

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     Fly    

Fly

Fly kann schon im Alter von zarten 10 Monaten auf eine bewegte Vergangenheit zurückblicken. Auf ihrer ersten Station wurde sozusagen mit der "Brechstange" gearbeitet, d. h. ihr wurde mit unsanften Methoden zu Leibe gerückt, was leider viel zu oft geschieht auf diesem Planeten. Dankenswerterweise wurde sie

von einer "guten Seele" aus diesem desolaten Verhältnis

herausgekauft, um ihr eine bessere Perspektive zu verschaffen.

       Leider war aber diese Station mitten in einer unserer größeren Städte, fernab jeglicher, den Border Collies so

       zugetaner ländlicher Umgebung auch nicht der Weisheit letzter Schluss und so zog diese ausgesprochen kleine

       Hündin Mitte Juni bei uns ein. Fly hat gesundheitlich leider massive Probleme mit einem Schleimbeutel und ihr

       Immunsystem ist auch ein wenig aus den Fugen geraten. Diesbezüglich steht sie zurzeit in ärztlicher Behandlung.

       Erste Test´s an den Schafen verliefen ausgesprochen gut und so wird sie nach Besserung ihrer Beschwerden ins

       Training einsteigen. Fly hat nach der Entfernung eines Schleimbeutels ein wohldosiertes Aufbautraining hinter sich,

       so dass sie mittlerweile regelmäßig an unseren Schafen trainiert wird. Siezeigte bisweilen sehr viel Auge und

       weiste anfangs Unsicherheiten bei schnell agierenden Schafen auf. So erklärte sich auch der Dis., denwir leider

       beim 3. Hessentrial mit nach Hause nehmen durften... .So langsam bekommt sie ein Gespür für das

       situationsbedingte Handling an den Schafen.

       Auch die Flanken sind mittlerweile beidseitig rechtwinklig und in verschiedenen Geschwindigkeitenabrufbar.

       Fly ist auf einem guten Weg ...

       Sie ist mittlerweile nicht mehr aus unserem Team „wegzudenken“. Sie arbeitet in der Praxis schon sehr zuverlässig

       mit und kleinere Umtriebe sowie allgemeine Arbeiten auf der Koppel sind mit ihr sehr gut zu erledigen. Da sie im

       Rudel mit Jesse und Dice vorbildlich harmoniert, haben wir beschlossen, dass Fly bei uns bleiben darf. Sicherlich

       wird sie aufgrund ihrer Vorgeschichte und Abstammung keine große Trial-Karriere vor sich haben; ein prima

       Arbeitshund, der jedes, noch so störrische Schaf bewegt, ist sie jedoch schon heute. Wieder einmal ein Beispiel,

       wie gut Hunde von der Initiative Border Collie in Not durch zielgerichtete Ausbildung optimal und artgerecht

       beschäftigt werden können.

 

 

 

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      Annie     

Um für zukünftige Herausforderungen gewappnet zu sein erwarben wir im November 2011 mit Annie eine weitere Verstärkung für unserTeam. Sie ist eine Tochter von Sandra Gierlings Seven und somit eine Enkelin

von Eckhard Sievers sehr erfolgreichem Bod. Eddie ,der Vater von Annie

stammtaus Norwegen und belegte mit Torbjörn Jaran Knieve beim

Continental SheepdogChampionship 2011 in Schweden den zweiten

Platz. An Annie schätzen wir ganz besonders ihre Nervenstärke und

durch ihr außergewöhnliches

      Erscheinungsbild demonstriert sie einmal mehr dieVielfältigkeit im Bereich der „arbeitenden Border Collies“.

      Annie wird in unserem Team mit norwegischen Kommandosgearbeitet. Allerdings steht sie noch ganz am Anfang

      ihrer Ausbildung und wird behutsam bei den Vorführungen integriert. 

 

 

 

 

 

 

 

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